Futter

Hier bekommt ihr einen kleinen Überblick mit was ich meine Aquarienbewohner füttere. Zuchtanleitungen usw. gibt es bald in den Beiträgen.

Artremia

Aquaristik, Futter, Artemia Nauplien
Artemia Nauplien

Der Urzeitkrebs Artemia salina wird bis zu 1,5 cm groß. Er lebt und vermehrt sich nur in salzhaltigen Gewässern. Er ernährt sich bevorzugt von Bakterien, Algen, Einzellern und Detritus. Damit die Eier der Krebse schlüpfen braucht man Salzhaltiges und sauerstoffreiches Wasser. Ich benutze zur Aufzucht Hobby Dohse Artemia-Aufzuchtschalen. Bei mir braucht die Fertigmischung aus Eiern und Salz, von Hobby, zwischen 24 und 38 Std. zum schlüpfen. Die Schlupfrate ist bei 20 °C Zimmertemperatur ausreichend hoch und man braucht sonst keine weiteren Utensilien, außer die Schale. Ich verfüttere nur die frisch geschlüpften Nauplien an meine Fische und Jungfische, da diese sehr Nährstoffreich und ausreichend klein sind. Artemia können täglich verfüttert werden.

 

Cyclops

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Cyclops

Cyclops oder auch Hüpferlinge sind eine Gattung der Ruderfußkrebse (Copepoda). Sie werden 1 bis 2 mm groß und sind bei den meisten Aquarienbewohnern sehr begehrt. Sie sind wegen ihrer Größe ebenso gut als Aufzuchtfutter geeignet. Momentan verfüttere ich sie nur als Frostfutter, meine Fische und Wirbellosen reißen sich aber förmlich drum. Da ich nun gelesen habe dass die Hüpferlinge sehr leicht zu vermehren sein sollen, werde ich bald einen Zuchtansatz bestellen und in einem meiner kleinen 12 Liter Becken ansetzen. Falls es klappt werde ich davon in einem Beitrag berichten.

 

Daphnien

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Daphnien

Daphnien sind eine Gattung von Krebstieren, die zu den Krallenschwänzen gestellt werden. Die zwischen 1 mm und 5 mm langen Krebstierchen werden häufig auch als „Wasserflöhe“ bezeichnet und sind, bei entsprechenden Temperaturen, sehr einfach zu züchten. Ich benutze dazu ein Zuchtansatz und ein 12 Liter Becken, das mit reichlich Schnecken, ein paar Orange Fire Garnelen und Glanzwürmern besetzt ist. Gefüttert wird mit Trockenhefe und Spirulinapulver. Das Wasser wird mit einem Hamburger Mattenfilter gefiltert. Leider läuft die Vermehrung im Winter, unter 15 °C, nicht so gut. Aus diesem Grund greife ich in dieser Zeit auf Frostfutter zurück oder bestelle sie, so lange es geht, bei Onlinehändlern. Die kleinen Wasserflöhe werden sehr gerne von Jungfischen gefressen, aber auch die Großen werden von den Ausgewachsenen Daphnien satt. Dieses Lebendfutter kann täglich verfüttert werden.

 

Enchyträen

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Enchyträen

Die weißen, gelben oder transparenten Würmer können bis zu 5 cm lang werden. Sie leben bevorzugt in feuchter Erde und ernähren sich überwiegend von verrottenden Pflanzenresten. Genau deshalb sind sie auch so leicht selbst zu vermehren. Ich mache dies in Plastikboxen (30 x 15 x 10 cm) mit 5 cm angefeuchtetem Kokosfaserhumus gefüllt. Der Zuchtansatz wird mit Fischfutter, Pflanzenresten aus den Aquarien und aufgelösten Instant Haferflocken gefüttert. Verfüttert werden sie 2 mal in der Woche. Die Fische, Zwerggarnelen und Krebse lieben sie 🙂 Hier geht es zur Zuchtanleitung.

 

Granulat, Flocken und Pulver

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Granulat, Flocken und Pulver

Diese Futtersorten sind immer verfügbar und meistens auf die einzelnen Arten abgestimmt. Ich habe Granulat, Flocken, Sticks, Pellets und Pulver in verschiedenen Größen und für verschiedene Arten. Meine Aquarienbewohner werden fast täglich, vor allem wenn das Lebendfutter nicht verfügbar ist, damit gefüttert. Ebenso werden die meisten Fischlarven und Jungfische damit gefüttert. Es ist außerdem günstig und lange haltbar. 

 

Glanzwürmer

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Glanzwürmer

Glanzwürmer der Art Lumbriculus variegatus werden bis 2 mm dick und 4 bis 8 cm lang. Sie sind dank ihres roten Blutfarbstoffs rosa bis rötlich gefärbt. Ihr bevorzugter Lebensraum ist flaches und sumpfiges Süßwasser. Sie fressen verrottende Pflanzen und andere Reste, also Detritus, aber auch Biofilme, Bakterien und Futterreste. Ich habe sie bisher immer online bestellt, jetzt jedoch einen Ansatz in einem meiner Minibecken gestartet. Sie leben momentan mit einigen Zwerggarnelen und Wasserflöhen zusammen. Ich hoffe sie vermehren sich gut, denn als Futter sind sie wirklich eine gute Abwechslung. Verfüttert werden sie bisher nur ab und zu mal an alle meine Tiere.

 

Infusorien

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Pantoffeltierchen

Infusorien oder auch Aufgusstierchen sind kleine, sich z. B. im Aufguss von Pflanzlichem Material entwickelnde, Tierchen (z. B. Flagellaten, Wimperntierchen oder Amöben). Sie werden in der Aquaristik überwiegend zur Aufzucht von Jungfischen bzw. Fischlarven verwendet. Die bekanntesten und am einfachsten zu züchtenden sind die Pantoffeltierchen. Man braucht lediglich einen kleinen Zuchtansatz und ein paar kleine bis große Gurkengläser, die mit abgestandenem Wasser aufgefüllt werden. Als Futter gibt man täglich ein paar Tropfen Kondensmilch mit hohem Fettgehalt hinzu. Diese Milch dient als Nahrungsgrundlage für Milchbakterien, von denen sich die Pantoffeltierchen ernähren. Das Wasser sollte leicht trüb werden. Sobald die Trübung verschwunden ist, werden erneut einige Tröpfchen hinzugefügt. So kann man täglich genug Pantoffeltierchen abschöpfen und verfüttern. 

 

Mikrowürmchen

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Mirkowürmchen

Mikrowürmer (Panagrellus redivivus) sind 1 bis 3 mm kleine weiße, fast durchsichtige, Würmchen. Sie sind hervorragend als Futter für Jungtiere aber auch für ausgewachsene Fische, Zwerggarnelen und Zwergflusskrebse geeignet. Da sie sehr fett und kollagenhaltig sind, sollten sie nicht als Alleinfutter dienen. Ich verfüttere sie nur ergänzend alle paar Tage. Der Mikrowurm ernährt sich hauptsächlich von Kohlenhydraten, deswegen ist die Vermehrung sehr einfach. Man braucht nur ein kleines aber hohes Plastikschälchen, Instanthaferflocken, ein wenig Wasser und schon kann es losgehen. 

 

Mückenlarven

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Mückenlarven

Es gibt rote, weiße und schwarze Mückenlarven. Jede hat ihre vor und nachteile.
Die weißen sind wohl die gesündesten, da die Mücken ihre Eier nur in sauberen Gewässern ablegen. Sie sind jedoch räuberisch und werden so groß, dass sie kleine Aquarienbewohner fressen könnten.
Die schwarzen haben die beste Nährstoffverteilung, werden jedoch nicht von allen Aquarienbewohnern gefressen und legen ihre Eier auch bevorzugt in belasteten Gewässern ab.
Die roten werden sehr gerne gefressen, haben jedoch nicht die optimale Nährstoffverteilung und legen ihre Eier ebenso bevorzugt in belasteten Gewässern ab.
Ich verfüttere jede Sorte ab und zu mal, bevorzugt Tiefgefroren aber gerne auch lebend. Will man die Laich bzw. Vermehrungsbereitschaft der Fische, Zwerggarnelen und Zwergflusskrebse steigern, sind Mückenlarven definitiv eine gute Wahl. Mein chinesischer Feuerbauchmolch liebt sie übrigens auch 🙂

 

Springschwänze

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Springschwänze

Springschwänze (Folsomia candida) werden 1 bis 2 mm groß, leben bevorzugt in feuchter Erde und ernähren sich am liebsten von totem organischem Abfall. Ich vermehre sie sehr ergiebig in kleinen Plastikboxen (15 x 15 x 6 cm) befüllt mit 3 cm angefeuchtetem Humus. Gefüttert werden sie mit Pflanzenresten und Fischfutter. Die Springschwänze werden bei mir  einfach ab und zu an meine Fische verfüttert. Sie schwimmen und springen ein paar Tage an der Wasseroberfläche rum, bis sie schließlich von den Fischen entdeckt und gefressen werden. Springschwänze sind sehr klein, also auch sehr gut für Jungfische und Fische mit etwas kleineren Mäulern geeignet. Hier geht es zur Zuchtanleitung.

 

Tubifex

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Tubifex

Tubifex tubifex ist ein etwa 2,5 bis 9 cm langer, dünner, rötlicher Wurm. Er lebt normalerweise im Schlamm von stehenden sowie fließenden, auch stark verschmutzen Gewässern. Einige schleppen sie sich ungewollt ein und einige sehen sie sogar als Plage. Ich verfüttere sie lebend, ein bis zwei mal die Woche, an fast alle meine Tiere und sie werden dankend angenommen. Bisher kann ich nur positives über sie berichten. Schlammröhrenwürmer verbessern sogar die Wasserqualität indem sie organische Reste verwerten. Meine Zwergschwarzbarsche lieben sie ganz besonders, sie reißen sich förmlich um sie. Tubifex gibt es als Lebend und als Frostfutter. Leider lassen sie sich nicht so einfach vermehren, daher bestelle ich sie immer online. Die Würmer werden bei mir in 3 Liter Plastikbehältern gehalten in denen das Wasser alle zwei bis drei Tage komplett gewechselt wird. So überleben sie einige Wochen bis sie komplett verfüttert sind. Ab und zu füttere ich sie mit Fischfutter. Ich habe den Eindruck dass sie so länger leben, außerdem werden sie so mit zusätzlichen Nährstoffen angereichert.